Die Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde ist ein Fach – jede Aufteilung führt zu unterkomplexem Denken und eben solcher Behandlung
Der Deutsche Arbeitskreis für Zahnheilkunde (DAZ) lädt zu seiner jährlichen Herbsttagung ein. Die Vereinigung buz 2.0 und der ÖGDZ-Berlin sind Mitveranstalter.
Prof. Dr. Sameh Attia von der FU – Berlin wird sprechen zu dem Thema
„Die Kieferhöhle im Praxisalltag: Diagnostik, Differenzialdiagnostik und Therapie“.
Samstag, 26.9.2026, 10h, Haus der ZÄK-Berlin, Stallstr. 1, 10585 Berlin
Der Zahnarzt ist nach seiner Ausbildung berechtigt, in allen Bereichen der Zahnheilkunde zu arbeiten. Dafür ist er auch verpflichtet, sich in dem ganzen Spektrum des Faches fortzubilden. Er trägt die Verantwortung dafür, dass er für die Herausforderungen des Praxisalltags mit dem dafür jeweils ausreichenden Wissen ausgestattet ist.
Der DAZ hat sich immer dafür eingesetzt, dass Aus-, Fort- und Weiterbildung für den Zahnarztberuf in Breite und Tiefe geeignet sein müssen, eine gute Allgemeinversorgung der Bevölkerung zu gewährleisten. Hier wurde und wird kritisiert, dass Verschlechterungen in der ersten universitären Ausbildung zu beobachten sind und dass es immer noch keine strukturierte Generalistenfortbildung nach dem Examen gibt. Sicherlich gilt die oben erwähnte Eigenverantwortung, diese wird aber leider nicht von allen entsprechend wahrgenommen.
Bestrebungen, einzelne Teile des Berufes (z.B. PAR, KfO) herauszulösen und unter einen Facharztvorbehalt zu stellen, sind strikt abzulehnen. Bis an die Grenze von echten Spezialproblemen, die an einen Spezialisten zu überweisen wären, sollte vom Grundsatz her die ganze Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde in der Allgemeinpraxis ausgeübt werden – mit individuellen Schwerpunkten und Vorlieben. Das verbessert den Zugang der Patienten zu der Gesamtheit des Faches, und es ist auch gut für die Qualität der einzelnen zahnärztlichen Leistung, wenn sie aus der Gesamtschau des Faches heraus erbracht wird. Mehr ganzheitliches Denken wirkt sicherlich auch gegen Tendenzen zur Fehl- und Überversorgung, die der DAZ bereits häufig aufgezeigt und beschrieben hat.
Für die Veranstaltung sind 2 Fortbildungspunkte beantragt. Der Eintritt ist frei.
Dr. Celina Schätze, DAZ-Vorsitzende, celina.schaetze@web.de
Deutscher Arbeitskreis für Zahnheilkunde (DAZ)
Kösener Str.11, 14199 Berlin
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