Die Dentalbranche feiert auf der IDS ihre Innovationsleistung – doch nicht jede Neuerung hat einen Gesundheitsnutzen

Die Dentalbranche feiert auf der IDS ihre Innovationsleistung – doch nicht jede Neuerung hat einen Gesundheitsnutzen: DAZ lädt ein zu einer Fortbildung zum Thema „Zahnmedizinische Versorgungsforschung“ am 09.05.2015 in Frankfurt/M.

Troisdorf, 13. März 2015

Mal wieder hat sich die Dentalbranche in Köln getroffen – bei der weltgrößten Dental-Messe, der Internationalen Dental Schau (IDS). Die Branche wächst, die Umsätze steigen. Wie immer wurden zahlreiche Bahn brechende Innovationen angekündigt, und wie in der Vergangenheit sollte jedem kritischen Messebesucher klar sein, dass nur ein kleiner Teil der Neuvorstellungen wirkliche medizinische Verbesserungen bringt. Das Übrige ist entweder nicht hinreichend erprobt und ausgereift, oder die Produkte und Dienstleistungen zielen ohnehin mehr auf Marketing und Inszenierung ab als auf Medizin und Patientengesundheit.

Es obliegt dem Zahnarzt, sich mit dem Angebotenen fachlich auseinanderzusetzen und im Zweifelsfall den glanzvollen Präsentationen zum Trotz erst einmal Zurückhaltung zu üben und sich nicht durch teure Anschaffungen selbst unter den Druck des „Verkaufenmüssens" zu setzen. Schließlich soll es ihm, anders als der Dental-Industrie, nicht um „Mehr Umsatz" gehen, sondern  um „Mehr Gesundheit" für seine Patienten. Um zu wissen, wie dieser Nutzen für den Patienten zuverlässig, nachhaltig und möglichst auch noch kostengünstig erreicht werden kann, ist der Zahnarzt auf längerfristig angelegte, mit großen Probandengruppen durchgeführte, unter Realbedingungen stattfindende und unabhängig finanzierte Forschung angewiesen – auf zahnmedizinische Versorgungsforschung.

Der Deutsche Arbeitskreis für Zahnheilkunde (DAZ) e.V. und die Vereinigung Demokratische Zahnmedizin (VDZM) haben darum in diesem Jahr den Gesundheitspolitischen Vormittag ihrer gemeinsamen frankfurter  Frühjahrstagung dem Thema Versorgungsforschung gewidmet und den Leiter des Instituts der Deutschen Zahnärzte (IDZ), Priv.-Doz. Dr. Andreas Rainer Jordan, als Referenten eingeladen. Das IDZ – Träger sind Bundeszahnärztekammer und Kassenzahnärztliche Bundesver­einigung – hat seit Jahrzehnten breit angelegte epidemiologische Studien durchgeführt und damit wichtige Grundlagen für die zahnmedizinische Versorgungsforschung gelegt.

Unter der Überschrift" Versorgungsforschung – Wissenschaft im Spannungsfeld zwischen Patientenorientierung, Qualität und Wirtschaftlichkeit", wird Dr. Jordan, der zugleich als Dozent an der Universität Witten-Herdecke lehrt und 2. Vorsitzender des DGZMK-Arbeitskreises Epidemiologie, Public Health und Versorgungsforschung ist, am 09.05.2015, 10.00 – 13.00 Uhr, in die Fragestellungen und die Methodik des noch recht jungen Fachgebietes einführen und mit den Teilnehmern bestehenden Forschungsbedarf und aktuelle Forschungsvorhaben diskutieren.

Alle Interessierten sind herzlich eingeladen. Zahnärzte erhalten für die Teilnahme 3 Fortbildungspunkte. Am Nachmittag (14.00 – 17.30 Uhr) referiert OA Dr. Felix Blankenstein von der Charité Berlin über alte und neue Erkenntnisse aus der Werkstoffkunde. Weitere Informationen sind zu erhalten über das DAZ-Büro (siehe unten) und die DAZ-Website www.daz-web.de.

Dr. Celina Schätze, DAZ-Vorsitzende, celina.schaetze@web.de

Deutscher Arbeitskreis für Zahnheilkunde (DAZ)
Kronenstr. 51, 53840 Troisdorf,
Tel: 02241/97228-76, Fax: 02241/97228-79, Mail: kontakt@daz-web.de, Internet: www.daz-web.de