Jeder Patient verdient immer die ganze Komplexität der Zahnheilkunde

19. Oktober 2026

Der Deutsche Arbeitskreis für Zahnheilkunde (DAZ) hat in Verbindung mit der Gruppe buz-2-0.de und dem ÖGDZ aus Berlin seine jährliche Herbsttagung abgehalten.

Der Referent Prof. Dr. Sameh Attia, Oralchirurg aus der FU-Berlin, sprach zu dem Thema „Die Kieferhöhle im Praxisalltag: Diagnostik, Differenzialdiagnostik, Therapie“. Der ungemein gut strukturierte und praxisnahe Vortrag richtete sich speziell an Zahnärzte aus der Allgemeinpraxis.

Das Thema und die Ausrichtung des Vortrages waren ausgewählt worden als Gegenakzent zu Tendenzen in der Ausbildung der Zahnärzte und in der Gesundheitspolitik, den weiten Blick auf die Gesamtzahnheilkunde gering zu schätzen. Wir brauchen umfassend in allen Bereichen aus- und fortgebildete Zahnärzte, die in jeder Behandlungssituation das Ganze im Hinterkopf haben. Nur so kann von der Prophylaxe bis zur großen Therapie eine echte ärztliche Betreuung der Patienten stattfinden. Darüber hinaus braucht es selbstverständlich auch Spezialisten in vielen Bereichen, an die die Allgemeinzahnärzte verweisen können. Diese Spezialisierungen sollten auf einer breiten Allgemeinausbildung aufbauen.

Es war immer Credo des DAZ, dass sorgfältige und umfassende Prophylaxe und Behandlung nicht nur mehr Gesundheit schafft, sondern am Ende auch Geld spart. Nur mit ausreichender Breite und Tiefe der Ausbildung kann es dem Zahnarzt gelingen, die ganze Zahnheilkunde im Alltag zur Verfügung zu haben. Dafür brauchen wir das entsprechende Verständnis von Wissen, Qualität und Gesundheit bei den zuständigen politischen Stellen.